Natur ist die reichhaltigste Inspirationsquelle für meine künstlerische Arbeitsweise. Sie liefert Rhythmen über Formzusammenhänge, Farbklänge und die tiefgründige Bewegungsweise von Abläufen.
Als ich mehr in die Kunstwelt eingetaucht bin, habe ich demnach auch angefangen meine Umwelt anders wahrzunehmen- nicht anders im ähnlichen Sinn- anders in dem Sinn des Verbindens von dem Gesehenem und der Seele. Bewegungen der Schatten auf den Mauern werden zu Tänzen der Farb- und Formwandlungen. Das Rauschen der Blätter wird zur bildlichen Darstellung des Windflusses. Die Ähren des Korns zu rauen, scharfen Wiederständen.
Mit vielen Mitteln versuche ich unterschiedliche Sichtweisen zu erforschen. Oft experimentiere ich auf Reisen mit den „Blindskizzen“, welche sich auf dem reinen Erkunden der Augen beruhen- d.h. ich konzentriere mich auf Details, Formen und Silhouetten mit meinen Augen und bringe das Gesehene zeitgleich aufs Blatt. Dabei spielt nicht das, was ich abbilden will eine Rolle- vielmehr wird das Gesehene in andere Formen gesetzt, wobei die Augen nicht an dem Zeichnen beteiligt sind. Dies hilft dem Finden neuer Kompositionen, welche unabhängig von realen Wahrnehmungen liegen. Dingen werden neue Silhouetten zugeschreiben.
Meine Werke sollen das ausstrahlen, was meine Seele fühlt und meine Worte kaum erfassen können.
Sie sollen wie Schatten- Sonnenstrahlen auf meine Seele werfen
Sie riechen welk-fast wie faulig, in der Sonne schmorendes Obst
gefallene Äpfel
ein süßlich frischer Duft schwebt einher mit dem des Verfalls
so endlich, zart wechselnd
so flink springen sie in die Fluten des Todes
die Briese des Salzes am Meer
dem nass trocknenden, harten Stein
die Pulsierungen der wechselnden Schattenspiele
ihren Klang so unverwechselbar mit meinem Geiste verbinden
das Gefühl so klar und verschwommen zugleich
verborgen unter dichten Schichten von Eis
schal und müde kämpfen Strahlen durch klare Risse
unter blauen Weiten ziehen Karawanen von schweren Wolken
dicht in Form- zusammengepresst
drückt Schwarz auf spitze Seiten
Gipfel ragen in die Höhe
steifen- stechen in endlich trübe Weiten
grober, schroffer Stein
graues, tristes Sein
durchdrungen, nicht zerschlagen
verdrängt und begraben
Sein- gefordert in den Expressionen der klaren Emotionen