Vernissage: 14.11.2025 um 17 Uhr im Campuscafe Hilge (Nordhäuserstraße 63, 99089 Erfurt)
Ausstellungszeitraum: 14.11.-09.01.2025
Ausstellung – Werke von Anna Frey und Lisa Eckhart
Wir Kunststudierende möchten unsere geschaffenen Werke mit anderen Menschen teilen. Für das Zeigen der eigenen Arbeit, wie auch dem Zusammenkommen der Studierenden.
Unsere kleine Ausstellung steht unter keinem bestimmten Motto, dennoch lassen sich Themen- und Interessenszüge ablesen.
Anna stellt den Blickfang der Ausstellung, die große, 70*100 cm umfassende- mit kleinen 9 teiligen Werken von 21*30 cm, Werkreihe „Fremdform“ aus. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der surrealen, abstrahierten Darstellung von menschlichen, mit Tusche gezeichneten Körpern. Windend, gestreckt, bedrängt und zerrissen, versuchen die Formen Platz in dem sich ergebenden Feld zu schaffen. Vergeblich versuchen Hände die Mauer von sich zu drängen und Köpfe die Decke durchbrechen zu wollen. Dabei werden Körper von der sich ergebenden Last in andere Gestalten geschnitten. Die Werke lösen eine Art von Klaustrophobie aus, welche seelischen Ursprungs scheint.
Neben der Werkreihe werden von Anna zwei weitere, zusammenhängende Tuschezeichnungen gezeigt. Diese zeigen zwei sich ähnelnde Szenarien, welche beide durch die mittig gestellte Frau, ihren Ursprung finden. Dominiert wird diese von dem verzweifelten, fast trauerndem Gesichtsausdruck. Sie wirkt überfordert und der Situation entmächtigt. Bedrängt von anderen sich dem Szenario nähernden, teilweise schon angekommenen Personen. Durch den Zeichenstil, welcher -ähnlich zu der oben genannten Werkreihe- sich in ausartenden Körper- und Fingerstreckungen zeigt. Ausartende Hände greifen, fassen und winden sich in Richtung der Hauptfigur. Wieder wird der Betrachter in eine Art von unausweichlichem, sich nicht mächtig zu entziehenden Situation gedrängt.
Wie auch bei Anna, haben Lisas Werke den Bezug zu menschlichen Formen und Körpern. Dies wird in ihrer surreale Darstellung von einer fleischlich gewundenen Form in „Schlafleben II“ deutlich. Bestimmte Körperteile sind hervorgehoben, andere nur durch Umrisse und ausgefüllten Formen zu erkennen. Die Formgebung in beiden Bildern leitet anhand von unbunten Farben in eine Art von surreal, abstrahierten Welt und schafft durch verzerrte Linien und entgleiste Darstellung ein weites Spektrum an Phantasie. In den beiden Ölwerken wird der Skizzenstil aufgegriffen, welcher in den 6 ausgestellten Skizzen zu erforschen lässt.
